klasse beschrieben von den Lexmaul Ingenieuren ![]()
Beiträge von Strahli
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"Venturieffekt" nennt sich das

Zur Tulpe, oder Rand bei Trichtern.... von geraden Enden, zu diesen mit Rand, war ein beachtlicher Unterschied. Die Luft wird in ihrer Strömung kontrollierter angesaugt und verwirbelt nicht zu arg dabei

Thomas
Vollkommen richtig Thomas, die angesaugte Luft soll strömungsgünstig bis zum Brennraum gelangen um eine bestmögliche Füllung der Brennkammer sicher zu stellen. Die Verwirbelungen, die sogenannte Ladungsbewegung, des Luft-Kraftstoff-Gemisches soll im besten Fall erst im Brennraum geschehen, um eine möglichst homogene Verbrennung des Gemisches zu gewährleisten. Um diese Verwirbelungen im Brennraum zu begünstigen, optimiert man gezielt die Kolbenböden, da schnelle Ladungswechsel bei hohen Drehzahlen zu unvollständigen Mischungsverhältnissen und somit zu Leistungsverlusten führen.
Für den anschließenden Verbrennungsprozess ist die Kenntnis über den Strömungszustand des Gemisches gegen Ende des Kompressionstaktes von Bedeutung. Hier kann gezielt in den Wirkungsgrad eines Motors eingegriffen werden, sprich Steigerung der Leistung und Reduzierung des Kraftstoffverbrauches.
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Vollkommen den Nagel auf dem Kopf getroffen @Meenzer .
Die wenigsten Großserienfahrzeuge besitzen Motorsportgene, wenn es sich nicht gerade um irgendwelche Homologationsmodelle handelt, und sind ausschließlich für die breite Masse der Kundschaft gebaut. Schließlich will man so kostengünstig wie möglich produzieren, um möglichst viel Absatz und natürlich vorrangig maximal Gewinn zu erzielen.
Mehr geht immer, aber dieses Mehr an Möglichkeiten sind die Wenigsten nun mal bereit zu bezahlen, weil sie alltagstaugliche Fahrzeuge brauchen.
Ich fahre seit 20 Jahren einen Anfang der 90'er entwickelten und für die damalige Zeit anspruchsvollen Audi V6, welcher ein elektronisch gesteuertes Schaltsaugrohr besitzt. Bei niedrigen Drehzahlen nimmt die angesaugte Luft einen langen Weg von der Drosselklappe zum Brennraum und die Luft hat Zeit im Saugrohr oberhalb des Motors vorgewärmt zu werden, dies sorgt bei niedrigen Drehzahlen für ein hohes Drehmoment.
Bei hohen Drehzahlen oberhalb von 4100 upm werden für eine Erhöhung der Leistung durch die Motorsteuerung zylinderselektive Umschaltklappen geöffnet und die Ansaugwege für die angesaugte Luft verkürzt.
Damit erreicht der Audi Motor im unteren Drehzahlband ein stärkeres Drehmoment und im oberen mehr Leistung.
Der Drehmomentgewinn bei geschlossenen Umschaltklappen wird durch eine Erhöhung der Strömungsgeschwindigkeit bei den längeren Ansaugwegen mit engeren Querschnitt erreicht.
Dagegen sorgen die kurzen Ansaugwege bei geöffneten Klappen mit größeren Querschnitt für ein größeres Luftvolumen und eine bessere Füllung der Zylinder.
Im Zusammenhang mit meinem damaligen Chiptuning macht es auch heute noch Freude diesen Motor zu fahren. Beim überschreiten der 4100'er Drehzahlmarke spürt man einen merklichen Vorwärtsdrang, der Motor drückt auf einmal spürbar, die Drehzahl steigt sprunghaft an und dass alles bei einem seidenweichen Sechszylinder ohne Turbo.
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... Alle Angaben im Netz kann man meiner Meinung nach vergessen. Ich vermute (nichts genaues weis ich nicht) das die Ansaugbrücken erst was bringen wenn man die Atemwege bis in den Brennraum und wieder hinaus bis in die Natur, frei macht! Größerer Ansaugwege machen weniger Strömungsgeschwindigkeit und verlieren somit im unteren Drehzahlbereich an Ladung, oben raus geht dann dafür aber mehr rein! Was das beste ist kann man nur ausprobieren. Die die es wirklich wissen gehen mit Informationen eher spärlich um. Ist auch verständlich, steckt ja sehr viel Zeit darin, bis man was vernünftiges gefunden hat!
Stofi Du hast Recht im Netz sind viele Unwahrheiten zu diesem Thema zu finden.
Wenn ich an meine Ausbildung zurück denke, dann haben wir damals auch dieses Thema durchgenommen, hier geht es um die Lehre der Strömungsmechanik. Dabei betrachtet man neben dem Volumen auch die Dichteänderungen der molaren Luftmasse im Zusammenspiel mit den thermischen Effekten bei der Entspannung von Luftmassen.
In der volumenmäßig größeren Lexmaul-RAM kann sich nach dem Luftzuführungssystem die angesaugte Luft besser entspannen, Luftverwirbelungen und die Dichte der molaren Luftmasse reduzieren sich, und die Luft kann im Anschluß strömungsgünstig über die geraden Luftstromröhren von den Kolben in die Brennräume gesaugt werden. Kleiner Nebeneffekt, aber eher vernachlässigbar, ist bei der Entspannung der Luft eine minimale Reduzierung der Lufttemperatur. Dieser Effekt erhöht sich erst signifikant beim Einsatz eines vorgelagerten Ladeluftkühlers; kalte Luftmassen verbessern das Verbrennungsverhalten des Kraftstoff-Luft-Gemisches.
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Mir wird nur dann übel, wenn ich mir ansehe, was wenige 100 km weiter in östlichen Nachbarländern legal ist und dann hier über unsere Straßen rollen darf. Die Frage, die sich daraus ergibt, ist, was wenn der Umbau z.B. in Tschechien eingetragen wäre und das Auto importiert wird?
Das funktioniert ebenfalls nicht mehr!
Die Prüforganisationen der einzelnen Mitgliedsländer der EU erkennen Ihre Eintragungen gegenseitig nicht an, weshalb bei der Erstzulassung im Zulassungsbereich des neuen Eigentümers eine erneute Vorführung und Abnahme des Fahrzeuges bei einer örtlichen Prüfstelle erforderlich wird. Welche dann die Erfüllung der landesspezifischen Kriterien zu prüfen hat.Habe dieses Procedere bereits mit einem Kadett aus dem Ausland hinter mich bringen müssen. Das Fahrzeug war drei Monate vor meiner Übernahme frisch abgenommen worden und als verkehrssicher eingestuft; es war dennoch eine Vorführung beim deutschen TÜV fällig, dieser stufte das Fahrzeug nach der STVZO als nicht verkehrssicher ein und forderte Nachbesserungen ein.
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Hilft es in Deutschland eigentlich, wenn man die Kopie der Eintragung eines genehmigten Umbaus aus vergangener Zeit vorweist?
Die Zeiten der problemlosen 1:1 Übertragbarkeit der Daten von einer bereits abgenommenen Briefeintragung in eine andere Zulassungsbescheinigung sind auch hier bei uns in Deutschland vorbei. Es liegt aber immer noch im Ermessensspielraum des Abnehmenden und die Chancen steigen natürlich, wenn entsprechenden Gutachten von Sachverständigen vorliegen.
Das Problem ist immer das Gesamtbild des Umbaus im Zusammenhang zu den übrigen Gegebenheiten, welche der Abnehmende aus einer Kopie nicht ersehen kann. Zudem liegen für die meist in Eigenregie durchgeführten Umbauten keine Einzelabnahmen oder Materialgutachten über die Änderungen vor; welche heute aber laut EU Recht zwingend gefordert werden.
Es ist wie Stofi es bereits sagte, wenn hier Profis eingebunden werden, dann klappt es oft auch mit der Eintragung. Leider kann die Rennleitung solche Eintragungen im Nachhinein immer noch anzweifeln, das Fahrzeug stilllegen und ein Gegengutachten erstellen lassen... natürlich zu Lasten der Fahrzeughalters.
Einfacher ist es definitiv nicht geworden!!!
Die großen Edelschmieden haben es da wesentlich einfacher mit ihren Sonderzulassungen; diese beschäftigen ganze Heerscharen von Ingenieuren die sich um nichts anderes kümmern als solche Gutachten zu erstellen. Der potente Kunde hat ja auch kein Problem damit diese Leistung mit dem Kauf seines individuellen Fahrzeuges zu bezahlen.
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Ist jetzt Offtopic, aber als von Harmonisierung der Eintragungen in der EU gesprochen wurde, haben viele aus meinem umfeld gjubelt, dass man nun wohl auch in Österreich bald Motorumbauten leichter typisiert bekommt, oder unsere 11cm Mindestbodenfreiheit fallen. Ich sagte immer: Ihr werdet sehen, bald ist es auch in D vorbei mit den einfachen Umbauten, man wird von überall die härteren Vorschriften zusammenwürfeln.
Vollkommen richtig Opel85 , in den letzten Jahrzehnten hat sich leider stets herauskristallisiert, dass sobald der Staat oder in den letzten 20 Jahren verstärkt der europäische Gerichtshof in irgendeiner Weise mit Gesetzen oder Verordnungen in das Leben der Bürger eingreift, der private Individualismus auf der Strecke bleibt.
Dies betrifft einige Länder stärker, andere weniger; je nachdem wie stark die betreffenden Themen in den einzelnen Mitgliedsstaaten im Vorfeld ausgeprägt waren.
Im Falle Deines Combo´s wird die Harmonisierung der Kraftfahrzeugzulassungsverordnungen höchstwahrscheinlich eine negative Rückmeldung seitens der angefragten Abnahmeorganisation ergeben haben.
Mit der Blattfederung auf der Hinterhand wird dies aber eher weniger zu tun haben, da auf den Straßen noch jede Menge Pickup´s mit weitaus mehr Leistung und Blattfederung unterwegs sind.
Wenn ich daran denke, dass noch Anfang der 2000´er VW Caddy´s tiefergelegt wurden, indem wir ausschließlich die verbauten originalen Blattfedern verkehrtherum einbaute und dass trotz negativer Federrate und dem schlechtesten Wirkungsgrad den eine Biegefeder nun mal von Natur aus bereits besitzt... natürlich damals noch mit dem Segen der Prüfstellen. Die Fahrzeuge wurden dann natürlich vom zulässigen Gesamtgewicht abgelastet. Heute aber leider ebenfalls nicht mehr zulässig.
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Japp, solche Umbauten sind von der allgemeinen Bürokratie nicht mehr gewollt, da bleibt der Individualismus leider auf der Strecke. Aber auch die Versicherer verweigern sich heute hier gerne so einen Umbau versichern zu wollen.
Das Problem ist die europäische Harmonisierung, die für alles und jeden einen technischen Bericht sowie eine Zulassungsabnahme verlangt.
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dem habe ich nichts hinzu zu fügen, die Manschetten sind definitiv die Selben