Weber Vergaser mit Originaler Benzinpumpe?

  • #12

    Naja, dass diese Vergaser für teures Geld (von einer Tuningfirma?) verkauft werden und dann nicht richtig funktionieren... Ganz schön ärgerlich. Nicht dass die Drosselklappen auch noch falsch eingepasst sind. Das spielt nämlich eine große Rolle, wenn die Klappen sich im Bereich der Übergangsbohrungen (Leerlauf- zu Hauptgemisch) bewegen.

    By the way. Ich hab' ja auch den 13S, wohl mit dem Standard 2E3 Vergaser. Bei der letzten AU wurden nur 0,12 Vol.-% !!! im Leerlauf gemessen, aber selbst damit läuft der Motor einwandfrei und tourt auch ganz normal ab. Dabei bekommt der ausschließlich E10, schon über zwölf Jahre. Keine Probleme.

  • #14

    Das funktioniert bei einer von Hause aus relativ fett laufenden Doppelvergaseranlage nicht, welche vom Hersteller damals schon mit 2,5 bis 2,9 Vol.% angegeben war und eher noch höhere realistische Werte benötigt.


    Selbst für den älteren Varajet Vergaser wurden damals Einstellwerte von 0,5 bis 1,5 Vol.% CO vorgeschrieben und da sprachen wir noch von verbleiten Kraftstoffen zur Erhöhung der Klopffestigkeit.

    Mit 0,12 Vol.% wie bei Deinem 2E3, ist weder ein Varajet noch eine Solex oder Weber Doppelvergaseranlage anständig fahrbar!

    Es benötigt eine höhere Klopffestigkeit beim Kraftstoff sowie auch die entsprechende Einstellung bei den heutigen Kraftstoffen.


    Anbei die Daten aus meinem Gutachten zu den Solex ADDHE Vergasern sowie den Einstellwerten zum Varajet Vergaser.


  • #15

    Es erfolgte auch früher bei den großen Vergaser Herstellern keine Einstellung am Motor selbst; obwohl diese für die Entwicklung auch im Besitz von Testmotoren ihrer Ziellieferanten waren.


    Die Grundeinstellung der neu produzierten Vergaser erfolgte auf einer sogenannten Fließbank, welche eine motorenunabhängige Einstellung ermöglichte. Mit so einer Fließbank konnte der jeweilige hubraumabhängige Luftdurchsatz/ Luftstrom simuliert werden, um die Grundeinstellungen von Drosselklappen, Leerlaufsystem, Bedüsung und Beschleunigereinrichtungen vorzunehmen. Es wurde also das Ansaugverhalten wie bei einem realen Vergleichsmotor an jedem neuen Vergaser getestet und eingestellt.

    Die eigentliche Einstellung erfolgt immer später am real existierenden Motor, da die Feinabstimmung unumgänglich ist, hier spielen Zustand, Alter und Verschleiß des jeweiligen Motors an dem der neue Vergaser zum Einsatz kommt mit in die Einstellung hinein.

    ABER im Gegensatz zu heute, konnten damals ab Werk grundeinstellte Vergaser von Dellorto, Pierburg, Solex, Weber und wie sie alle hießen, es immer ermöglichen, dass ein Motor nach dem Tausch zumindest angesprungen ist und so auch die Feinabstimmung in jeder Werkstatt mit Abgastester möglich war.

    Heute springen die Motoren nach einem Vergasertausch mit irgendwelchen Lizenznachbauten oft nicht mal mehr an und es beginnt sofort das wilde herumexperimentieren mit den Einstellungen. Es hatte seinen Grund, warum die Vergaser damals Eingriffssicherungen mit Farbmarkierungen besaßen; damals haben sich die Fachwerkstätten darauf verlassen, anhand der farblichen Markierungen auf den Eingriffssicherungen zu erkennen, wo schon was gegenüber der Werkseinstellung verändert wurde und wo nicht.

  • Hey,

    dir scheint die Diskussion zu gefallen, aber du bist nicht angemeldet.

    Wenn du ein kostenloses Konto eröffnest merken wir uns deinen Lesefortschritt und bringen dich dorthin zurück. Zudem können wir dich per E-Mail über neue Beiträge informieren. Dadurch verpasst du nichts mehr.


    Jetzt anmelden!