Beiträge von Strahli

    Das

    Deswegen hatte ich diesen Hinweis gegeben.

    Wenn Du eine Wasserpumpe mit Kunststoffflügelrad verbaut hast, kann das schon mal passieren, was DreamOpel zuvor geschrieben hat.

    ich kenne solche Ersatzrohre für den Wärmetauscher nur in U-Form oder als gerades Rohrstück

    Geh einfach zu einem Gas-/ Wasserinstallateur und lass Dir ein gerades Stück Edelstahlrohr im passenden Durchmesser ablängen und an den Enden aufwulzten.

    Dann schmeißt Du den Wärmetauscher raus und verbindest dessen beiden Anschlussschläuche mit dem vom Installateur angefertigtem Rohrstück, Spannschellen drauf und fertig. So haben wir das bei Stockcar Autos in den 90'er Jahren gemacht.

    Nicht so kompliziert denken, Du willst mit dem Auto doch keinen Schönheitspreis gewinnen.

    Das hast Du falsch verstanden; so ein Wasserrohr zum Überbrücken des Wärmetauschers gibt es nicht vom Fahrzeughersteller, dieses muss Du Dir selbst suchen oder anfertigen. Von Opel gibt und gab es da kein genummertes Ersatzteil.

    Glück gehabt, diese konstruktionsbedingte Eigenschaft infolge der direkten Platzierung der Vergaseranlagen oberhalb vom Hosenrohr hat damals vielen Vergaser Kadetten einen Platz am Feuer verschafft.


    Daher immer, wenn es während der Fahrt nach Sprit riecht, sofort rechts ran, als erstes mit der Beifahrerseite ein erhöhte Parkposition einnehmen, z.B. auf einen Bordstein oder andere Möglichkeit zur Schräglage, damit der überlaufende Sprit am heißen Hosenrohr vorbei tropft und nach der Ursache schauen.

    Die Vergaser (Varajet wie auch Weber und Solex) neigen bei zu hohem Kraftstoffdruck zum Überlaufen, weil das Schwimmerkammernadelventil aufgedrückt wird.

    Es erfolgte auch früher bei den großen Vergaser Herstellern keine Einstellung am Motor selbst; obwohl diese für die Entwicklung auch im Besitz von Testmotoren ihrer Ziellieferanten waren.


    Die Grundeinstellung der neu produzierten Vergaser erfolgte auf einer sogenannten Fließbank, welche eine motorenunabhängige Einstellung ermöglichte. Mit so einer Fließbank konnte der jeweilige hubraumabhängige Luftdurchsatz/ Luftstrom simuliert werden, um die Grundeinstellungen von Drosselklappen, Leerlaufsystem, Bedüsung und Beschleunigereinrichtungen vorzunehmen. Es wurde also das Ansaugverhalten wie bei einem realen Vergleichsmotor an jedem neuen Vergaser getestet und eingestellt.

    Die eigentliche Einstellung erfolgt immer später am real existierenden Motor, da die Feinabstimmung unumgänglich ist, hier spielen Zustand, Alter und Verschleiß des jeweiligen Motors an dem der neue Vergaser zum Einsatz kommt mit in die Einstellung hinein.

    ABER im Gegensatz zu heute, konnten damals ab Werk grundeinstellte Vergaser von Dellorto, Pierburg, Solex, Weber und wie sie alle hießen, es immer ermöglichen, dass ein Motor nach dem Tausch zumindest angesprungen ist und so auch die Feinabstimmung in jeder Werkstatt mit Abgastester möglich war.

    Heute springen die Motoren nach einem Vergasertausch mit irgendwelchen Lizenznachbauten oft nicht mal mehr an und es beginnt sofort das wilde herumexperimentieren mit den Einstellungen. Es hatte seinen Grund, warum die Vergaser damals Eingriffssicherungen mit Farbmarkierungen besaßen; damals haben sich die Fachwerkstätten darauf verlassen, anhand der farblichen Markierungen auf den Eingriffssicherungen zu erkennen, wo schon was gegenüber der Werkseinstellung verändert wurde und wo nicht.

    Das funktioniert bei einer von Hause aus relativ fett laufenden Doppelvergaseranlage nicht, welche vom Hersteller damals schon mit 2,5 bis 2,9 Vol.% angegeben war und eher noch höhere realistische Werte benötigt.


    Selbst für den älteren Varajet Vergaser wurden damals Einstellwerte von 0,5 bis 1,5 Vol.% CO vorgeschrieben und da sprachen wir noch von verbleiten Kraftstoffen zur Erhöhung der Klopffestigkeit.

    Mit 0,12 Vol.% wie bei Deinem 2E3, ist weder ein Varajet noch eine Solex oder Weber Doppelvergaseranlage anständig fahrbar!

    Es benötigt eine höhere Klopffestigkeit beim Kraftstoff sowie auch die entsprechende Einstellung bei den heutigen Kraftstoffen.


    Anbei die Daten aus meinem Gutachten zu den Solex ADDHE Vergasern sowie den Einstellwerten zum Varajet Vergaser.


    Hast Du Deine Vergaser am Abgastester eingestellt und auch synchronisiert? Bist Du Dir sicher, dass das Gemisch zu mager ist? Ich kann mir nicht so recht vorstellen, dass bei den Vergasern für den kleinen 1300´er Motor die falschen LLD verbaut sein sollen.

    Wenn nicht häng mal eine CO-Sonde ins Abgas und versuch darüber einzustellen, bevor Du die größere LLD verbaust.

    Ich bin selbst in den 90´ern die Irmscher D-Vergaseranlage mit den Solex ADDHE Vergasern gefahren, das Problem heutzutage sind die modernen Kraftstoffe, die das Patschen bei Fahrzeugen ohne Klopfregelung begünstigen.

    Wo patscht denn Dein Motor; in Richtung Abgasanlage oder in Richtung Ansaugtrakt?

    Vergaser sollte man heute stets nur noch mit hochoktanigen Kraftstoffen bewegen, um der aufgrund der mechanischen Funktionssteuerung fehlenden Klopfregelung und Neigung zum Klopfen entgegen zu wirken. Daher fahre ich ROZ 98.

    Beachte, die Leerlaufdüse ist nicht nur primär für den Leerlauf verantwortlich, diese beeinflusst auch den Übergangsbereich sowie den unteren Teillastbereich und ist daher auch für ein sauberes Beschleunigen aus dem Stand heraus mit verantwortlich. Ist das Gemisch für den Leerlauf nicht korrekt eingestellt und man fährt weniger klopffesten Kraftstoff, dann steigt auch die Neigung zum Patschen.

    Patscht es in Richtung der Abgasanlage, dann ist das Gemisch zu fett; patscht es dagegen in Richtung Ansaugtrakt, dann ist das Gemisch zu mager oder die Zündung liegt daneben und die Abgasflamme schlägt aufgrund einer zu langesamen Verbrennungsgeschwindigkeit zurück in den Ansaugtrakt.

    Wenn Du den Zustand Deines Gemisches nicht kennst, dann besteht eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass Du das Patschen von der einen auf die andere Seite verlagerst.

    Die heute erhältlichen Vergaser werden ab Werk nicht mehr auf einer Fließbank grundeingestellt, dieses Wissen ist heutzutage nahezu verloren gegangen. Von daher muss jeder Vergaser nach dem Verbauen individuell eingestellt werden.