Beiträge von Strahli

    Das ist auch so korrekt.

    Die Einstellung des CO-Gehaltes erfolgt immer in Wechselwirkung mit der regulären Leerlaufeinstellschraube. Die kleinere Leerlaufeinstellschraube befindet sich im Gegensatz zur größeren Umgemischeinstellschraube im unteren Drosselklappenteil und sorgt dafür, dass im Leerlauf, bei geschlossenen Drosselklappen, das Kraftstoff-Luftgemisch in den Ansaugkrümmer gespritzt wird.

    Die Umgemischeinstellschraube liegt im Kraftstofffluss noch vor der regulären Leerlaufeinstellschraube.


    gelb = Umgemischeinstellschraube

    grün = Leerlaufeinstellschraube


    Beide zusammen regulieren sowohl Leerlauf wie auch die Gemischzusammensetzung und versorgen über die Bypassluftbohrungen die Ansaugbrücke unterhalb der geschlossenen Drosselklappen mit Sauerstoff.


    Wenn die Luftschraube (Umgemischeinstellschraube) im Schwimmergehäuse nicht reagiert, dann ist die Hauptdüse zu.

    Wie reagiert der Motor denn beim Beschleunigen im Übergang vom Leerlauf auf den Teillastbereich? Wenn er sich hierbei verschluckt oder gar zum Ausgehen neigt, spricht dies zusätzlich für die Hauptdüse und das federbelastete Anreicherungssystem.


    und wie immer die Frage, haben die Einstellungen unter Nutzung eines Abgastesters stattgefunden?


    Wahrscheinlich nicht!


    An der Schraube dreht man nicht ohne Nutzung eines Abgastesters!


    Die ist nicht ohne Grund verplombt gewesen. Denn mit dieser verstellt man den CO-Gehalt des Umgemisches, was dafür sorgt, dass der Motor im kalten Zustand unterhalb der geschlossenen Drosselklappe zusätzlich zur regulären Leerlaufeinstellschraube angefettet wird.


    So eine Einstellung habe ich gerade erst bei einem Kadett D 16S letzte Woche vorgenommen; nach der Reinigung im Ultraschallbad und anschließender Überholung des Vergasers, auf mechanische Grundeinstellungen gebracht, danach am Fahrzeug gefühlt sauber eingestellt bis er rund lief und direkt Gas annahm.

    Auf dem Prüfstand zeigte sich dann, dass der Motor zwar sauber lief, aber der CO-Gehalt im Abgas dennoch bei 5,5 %Vol lag, was viel zu fett ist. Noch mehr und der Motor stirbt im Kaltstart (besonders mit gezogenem Choke) bei Werten um die 8 bis 9 %Vol ab oder startet erst gar nicht!

    Die Feineinstellung habe ich dann am Abgastester durchgeführt, im Wechselspiel durch Verstellung von Leerlauf- und Umgemischeinstellschraube wurde der CO-Gehalt im Abgas auf 1,5 %Vol eingestellt und der 16S hat dann auch gestern ohne weiteres die Abgasprüfung im Rahmen der Vollabnahme bestanden.


    Angelos

    Fahr in eine Werkstatt und lass den Vergaser am Abgastester einstellen und schraub nicht ohne Tester selbst daran.


    Hier mal ein älteres Abgasprotokoll von einer meiner Einstellungen an einem 13S Motor.

    Grundsätzlich, Opel hatte die Veränderungen am Kadett D mit Beginn des Modelljahres 1983 selbst nie als Facelift bezeichnet; man nutzte hier damals bei den nach den Werkferien 1982 produzierten Fahrzeugen den Begriff Modellpflege.

    Der Begriff Facelift wurde bei Opel meines Wissens nach erst beim Kadett E etabliert.


    Bei den Sitzen mit schwarzem Kunstleder gab es zwei übergeordnete Ausführungen, welche in verschiedenen Kombinationen von Ausstattungsvarianten verfügbar waren:

    • bei grober Narbung sprach man von schwarz
    • bei feiner Narbung von anthrazit

    Im Falle der zuvor gezeigten Ausstattung, in einem 1981´er SR, ist das der Ausstattungsfarbcode "257".


    den GTE hat es ab Werk nie serienmäßig mit schwarzen Haltegriffen gegeben, diese wurden später aber oft in Eigenregie nachgerüstet.

    Kannte selbst auch zwei Fahrzeuge, wo die damaligen Eigentümer beim Austausch des Himmels diese getauscht haben. Wie schon gesagt, ab dem Facelift gab es keine schwarzen Griffe mehr.