Beiträge von Strahli

    Von der Seite betrachtet hast Du Recht, ab dem Astra der MK3 Version, gab es nur noch die kurzen Türen vom 4-/5-türigen Modell bei den Lieferwagen.

    Das warum ist mir nicht bekannt, diese Karosseriestruktur mit den kurzen Türen hatte bereits Ende der 70´er Jahre VW mit dem Caddy Typ 14 vorgemacht und auch Ford ist mit seinem Escort Express der MK3 Serie ab Anfang der 80´er Jahre auf diesen Zug aufgesprungen. Wobei zu beachten ist, dass es die Escort MK3 und MK4 Modelle noch als 3-türige PKW Kombiversionen gab. Den MK4 von Ford habe ich so um 1992/´93 noch in der 3-türigen Kombi Version als Firmenwagen fahren dürfen.

    Ich kann mir nur vorstellen, dass diese Maßnahme der Raumausnutzung geschuldet ist, um hinter den Frontsitzen eine größere Ladefläche zu schaffen; denn Komfort war bei diesen Nutzfahrzeugen eh nicht die oberste Prio.

    Hat es in Großbritannien von Vauxhall als Rechtslenker gegeben, auch als Lieferwagen.

    Wurde aber früh wieder vom Markt genommen.


    Gerade geschaut, Vauxhall hat die Karosserien geliefert, umgebaut wurden die Sondermodelle von Bedford. Die Standardvarianten ohne feste Seitenscheiben, aus steuerrechtlichen Gründen mit geschlossenen Seitenwänden ausgeliefert.

    Diese Übergangsregelung wurde eigentlich für Fahrzeuge aus dem europäischen Ausland beschlossen. In Deutschland wurden bereits seit den 50'er Jahren Karosserien graviert.

    Frage, welches Auslieferungsland ist in den Originalpapieren vermerkt?

    Ich habe heute mit einem ehemaligen Bochumer Werksmitarbeiter aus der damaligen Fertigungssteuerung telefoniert, nach seiner Info haben alle "vollständig" in Bochum vom Band gelaufenen Kadetten eine rahmenseitig eingeprägte Fahrgestellnummer besessen.

    Ausschließlich die als "CKD-Bausätze" für den Export gedachten Karosserien, welche erst im Zielland (z.B. in Belgien, Dänemark, USA usw.) aus steuerrechtlichen Gründen "montiert und komplettiert" wurden, bekamen in Bochum keine werksseitig eingebrachte Fahrgestellnummer sondern eine CKD-Nummer (entspricht der fortlaufenden Seriennummer), da man hier den örtlich geltenden Regelungen der Zielländer Rechnung tragen musste.


    Wichtig ist hier auch die Unterscheidung zwischen dem Fabrikschild (heute Typenschild genannt) und dem Schild mit der Fahrzeugidentifikationsnummer, diese Themen sind in den alten StVZO von 1937 und 1952 geregelt, die nicht über die KI zu finden sind.

    okay, die StVZO hat damals was anderes vorgeschrieben und schreibt sie auch heute noch vor.

    Kenne ich so nur aus dem Karosseriebau nach Instandsetzungen sowie auch von Fahrzeugen aus dem Import vom US-amerikanischen Fahrzeugmarkt. Die hatten bis in die 80'er Jahre die unmöglichsten Anbringungsorte und Formen, z.B. beim Pontiac Fierro im Heckmotorraum und bei einem weiteren Pontiac Modell auf dem unteren Querträger hinter der Frontmaske. Mal auf geklebten Aluschildern, mal auch nur auf einem Aufkleber hinter der Frontscheibe.

    Wir hatten nach Fahrzeugimporten diesbezüglich schon öfters Konfliktpunkte mit hiesigen Zulassungsstellen und haben uns mit der Thematik ausführlich beschäftigt.

    Gibt es zu diesem zusätzlich oder nachträglich angebrachten FIN-Datenschild Informationen im Fahrzeugbrief/ der Zuslassungsbescheinigung?

    Diese Stelle sowie die Art der Ausführung waren bereits nach damaliger Rechtsprechung seitens der Fahrzeughersteller nicht zulassungskonform.

    AUSSER; dass Fahrzeugkarosserieteil mit der werksseitig eingebrachten Fahrgestellnummer wurde, z.B. nach einem Unfallschaden, ausgetauscht, dann war diese Art des Ersatzes statthaft, die Änderung musste aber in den Fahrzeugpapieren dokumentiert werden.

    Die Fahrgestellnummer musste damals stets untrennbar mit einem Rahmenteil auf der rechten Seite im Bereich des Motorraumes eingebracht sein.

    Dieser Passus wurde dann um 1975/ 1976 geändert und erweitert, seit dieser Zeit konnte die Fahrgestellnummer auch im Bereich der rechten B-Säule eingebracht werden.

    Eine weitere Novelle dieses Zulassungsparagraphen erfolgte erst Anfang der 2000'er Jahre, ab diesem Zeitpunkt wanderte die Fahrgestellnummer bei den Neufahrzeugen auf den Windschutzscheibenrahmen.

    Opel, wie auch die einzelnen im Vertrieb stehenden Autohändler, hatten ein umfangreiches Zubehörprogramm, aus welchem man sich vor der Auslieferung sein Fahrzeug zusätzlich konfigurieren konnte; dass wird heute gerne vergessen.

    Such mal nach Opel Zubehör Katalogen.


    Und zudem gab es im Bundesgebiet nicht wenige Autohäuser die ihre eigenen Sondermodelle aufgesetzt und vertrieben haben.