Beiträge von Strahli

    Es erfolgte auch früher bei den großen Vergaser Herstellern keine Einstellung am Motor selbst; obwohl diese für die Entwicklung auch im Besitz von Testmotoren ihrer Ziellieferanten waren.


    Die Grundeinstellung der neu produzierten Vergaser erfolgte auf einer sogenannten Fließbank, welche eine motorenunabhängige Einstellung ermöglichte. Mit so einer Fließbank konnte der jeweilige hubraumabhängige Luftdurchsatz/ Luftstrom simuliert werden, um die Grundeinstellungen von Drosselklappen, Leerlaufsystem, Bedüsung und Beschleunigereinrichtungen vorzunehmen. Es wurde also das Ansaugverhalten wie bei einem realen Vergleichsmotor an jedem neuen Vergaser getestet und eingestellt.

    Die eigentliche Einstellung erfolgt immer später am real existierenden Motor, da die Feinabstimmung unumgänglich ist, hier spielen Zustand, Alter und Verschleiß des jeweiligen Motors an dem der neue Vergaser zum Einsatz kommt mit in die Einstellung hinein.

    ABER im Gegensatz zu heute, konnten damals ab Werk grundeinstellte Vergaser von Dellorto, Pierburg, Solex, Weber und wie sie alle hießen, es immer ermöglichen, dass ein Motor nach dem Tausch zumindest angesprungen ist und so auch die Feinabstimmung in jeder Werkstatt mit Abgastester möglich war.

    Heute springen die Motoren nach einem Vergasertausch mit irgendwelchen Lizenznachbauten oft nicht mal mehr an und es beginnt sofort das wilde herumexperimentieren mit den Einstellungen. Es hatte seinen Grund, warum die Vergaser damals Eingriffssicherungen mit Farbmarkierungen besaßen; damals haben sich die Fachwerkstätten darauf verlassen, anhand der farblichen Markierungen auf den Eingriffssicherungen zu erkennen, wo schon was gegenüber der Werkseinstellung verändert wurde und wo nicht.

    Das funktioniert bei einer von Hause aus relativ fett laufenden Doppelvergaseranlage nicht, welche vom Hersteller damals schon mit 2,5 bis 2,9 Vol.% angegeben war und eher noch höhere realistische Werte benötigt.


    Selbst für den älteren Varajet Vergaser wurden damals Einstellwerte von 0,5 bis 1,5 Vol.% CO vorgeschrieben und da sprachen wir noch von verbleiten Kraftstoffen zur Erhöhung der Klopffestigkeit.

    Mit 0,12 Vol.% wie bei Deinem 2E3, ist weder ein Varajet noch eine Solex oder Weber Doppelvergaseranlage anständig fahrbar!

    Es benötigt eine höhere Klopffestigkeit beim Kraftstoff sowie auch die entsprechende Einstellung bei den heutigen Kraftstoffen.


    Anbei die Daten aus meinem Gutachten zu den Solex ADDHE Vergasern sowie den Einstellwerten zum Varajet Vergaser.


    Hast Du Deine Vergaser am Abgastester eingestellt und auch synchronisiert? Bist Du Dir sicher, dass das Gemisch zu mager ist? Ich kann mir nicht so recht vorstellen, dass bei den Vergasern für den kleinen 1300´er Motor die falschen LLD verbaut sein sollen.

    Wenn nicht häng mal eine CO-Sonde ins Abgas und versuch darüber einzustellen, bevor Du die größere LLD verbaust.

    Ich bin selbst in den 90´ern die Irmscher D-Vergaseranlage mit den Solex ADDHE Vergasern gefahren, das Problem heutzutage sind die modernen Kraftstoffe, die das Patschen bei Fahrzeugen ohne Klopfregelung begünstigen.

    Wo patscht denn Dein Motor; in Richtung Abgasanlage oder in Richtung Ansaugtrakt?

    Vergaser sollte man heute stets nur noch mit hochoktanigen Kraftstoffen bewegen, um der aufgrund der mechanischen Funktionssteuerung fehlenden Klopfregelung und Neigung zum Klopfen entgegen zu wirken. Daher fahre ich ROZ 98.

    Beachte, die Leerlaufdüse ist nicht nur primär für den Leerlauf verantwortlich, diese beeinflusst auch den Übergangsbereich sowie den unteren Teillastbereich und ist daher auch für ein sauberes Beschleunigen aus dem Stand heraus mit verantwortlich. Ist das Gemisch für den Leerlauf nicht korrekt eingestellt und man fährt weniger klopffesten Kraftstoff, dann steigt auch die Neigung zum Patschen.

    Patscht es in Richtung der Abgasanlage, dann ist das Gemisch zu fett; patscht es dagegen in Richtung Ansaugtrakt, dann ist das Gemisch zu mager oder die Zündung liegt daneben und die Abgasflamme schlägt aufgrund einer zu langesamen Verbrennungsgeschwindigkeit zurück in den Ansaugtrakt.

    Wenn Du den Zustand Deines Gemisches nicht kennst, dann besteht eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass Du das Patschen von der einen auf die andere Seite verlagerst.

    Die heute erhältlichen Vergaser werden ab Werk nicht mehr auf einer Fließbank grundeingestellt, dieses Wissen ist heutzutage nahezu verloren gegangen. Von daher muss jeder Vergaser nach dem Verbauen individuell eingestellt werden.

    Welche Version der Kraftstofffördereinrichtung hast Du?

    1. nur mit einer Zulaufleitung zum Vergaser
    2. zwei Kraftstoffleitungen mit Zulaufleitung zum Vergaser sowie Rücklaufleitung zurück zum Kraftstofftank

    Erstere Version benötigt eine Kraftstoffpumpe mit "Freilauf".

    Die zweite Version eine Kraftstoffpumpe ohne Freilauf.


    In den letzten Jahren ist aus Unwissenheit so viel wild getauscht worden, dass diese Option gerne auf der Strecke geblieben ist und somit allzu oft falschen Kraftstoffpumpen verbaut wurden.

    Die Standard Doppelvergaseranlagen von Solex und Weber besitzen keine Rücklaufleitungen, und wenn man hier eine Kraftstoffpumpe ohne "Freilauf" verbaut, dann kann es passieren, dass das Schwimmerkammernadelventil vom Kraftstoffdruck aufgedrückt wird.


    Ich würde als erstes mal den Kraftstoffdruck am Vergasereingang messen.


    Gruß Strahli

    Das hat bei Opel bis Ende der 50´er Jahre auch ohne Heizung funktioniert, denn eine Warmwasserheizung gab es erst ab dem Modell Rekord P2 ab 1960 serienmäßig bei Opel. Davor gab es nur elektrische Zuheizer im 6V Format aus dem Zubehör für den Fussraum.

    Wenn man auch im Winter die Fenster öffnet, dann kann über die Zugluft auch die Feuchtigkeit entweichen.

    Aber die meisten bibbern ja heute bereits ab +15 °C und halten die Fenster geschlossen :D

    Hallo Red-D


    die Nummer auf dem GM-Zündmodul ist keine Teilenummer, dass ist die Chargennummer aus dem Produktionsprozess.


    Dieses Verhalten kann mehrere Probleme haben, jedoch keines in Verbindung mit der Kühlwasserpumpe. Ob die Wasserpumpe fördert kannst Du am Ausgleichsbehälter sehen.


    Möglich Ursachen:

    • defekter Ausgleichsbehälterdeckel, Überdruckventil im Deckel dichtet nicht mehr ab und das System baut keinen Überdruck auf
    • Thermostat öffnet den großen Kühlkreislauf nicht, somit dehnt sich das Wasser im kleinen Kühlkreislauf aus. Versuch mal am Wasserschlauch zwischen Kühler und Thermostat durch drücken zu Pumpen, um das Thermostet zum Öffnen zu bewegen; manchmal hängen die nach längeren Stillstandszeiten.
    • Luft im Kühlwassersystem
    • im Worst Case defekte Zylinderkopfdichtung

    Du meintest diese Anzeigenvariante, wie sie bei den Standard, Berlina und GLS Modellen auf Bestellung verbaut wurden.

    In der Serienausstattung gab es die Economy-Anzeige nie beim SR oder GTE, Standard war hier stets die Öldruckanzeige.


    Auf der Rückseite eines solchen Tachos befindet sich dann ein Anschlussflansch für den Unterdruckverbindungsschlauch zwischen Ansaugkrümmer/ Saugrohr und Tachometeranzeige "ECON"


       

    Der damals geteilte Beitrag zielte nur darauf ab, einen Ersatz für den nicht mehr erhältlichen Originalstecker zu bekommen. Ohne den dazugehörigen Kabelbaum, hilft Dir dieser Ersatzstecker auch nicht weiter.

    Du müsstest quasi selbst einen passenden Kabelbaum zu diesem Stecker konfektionieren.


    Das ist so nicht korrekt, da verwechselst Du etwas.

    Alle GTE und SR Modelle hatten anstelle eines einfachen Öldruckschalters, für die Öldruckkontrolllampe im Kombiinstrument, werksseitig einen kombinierten Schalt/Geber für die Anzeige der Öldruckkontrolllampe in Form einer Schaltfunktion und für die analoge Anzeige des tatsächlichen Öldruckes in Form eines Gebers. Eine Verbrauchanzeige hat es nie serienmäßig im GTE und SR gegeben, dies war stets ein aufpreispflichtiges Zubehör.

    Bei den Kadett Standardmodellen mit Zusatzanzeigen gab es eine Economy-Anzeige, welche aber nicht mit einer tatsächlichen Verbrauchsanzeige zu verwechseln ist, da diese Anzeige ausschließlich den Saugrohrunterdruck im jeweiligen Ansaugtrakt misst und dann analog im Kombiinstrument zur Anzeige bringt.

    Japp, die von mir gezeigte Klimaanlage war original bei VW ab ca. 1987 so ab Werk erhältlich, der damalige Zulieferer für dieses Extra war der französische Automotiv Hersteller Valeo. Die Kühlleistung dieser Klimaanlagen war im Vergleich zu heutigen Anlagen phänomenal, da konnte im Fahrgastraum auch schon mal die Eiszeit ausbrechen.

    Ich habe jahrzehntelang nach den einzelnen Komponenten für eine Klimanachrüstung in meinem Golf 2 gesucht, aber es sind nicht mehr alle Komponenten zu bekommen und alte Gebrauchtteile sind heute so verschlissen, dass ein Umbau eher unwahrscheinlich geworden ist.


    Die Golf 2 Modelle mit Klimaanlage besitzen ein modifiziertes Armaturenbrett inklusive kürzerem Handschuhfach, damit der größere Klima-Wärmetauscherkasten unters Armaturenbrett passt.