Beiträge von Strahli

    Hallo Thomas,

    der von Dir spitz gespielte 13S war der dann im Alltagsbetrieb noch fahrbar?

    Ich habe nämlich bei 95 PS damals aufgehört herum zu experimentieren, weil ich dann Probleme mit der Einstellerei bekommen habe. Entweder lief der Leerlauf, der Teil- oder Volllastbereich nicht mehr richtig. Ich musste ständig mit dem Fuß im Stand nachjustieren damit er mir nicht abstirbt, dafür war er nicht mehr zu bremsen wenn es ums Hochdrehen ging, dann hing er gut im Futter. Letzteres kann die Multec Steuerung nicht leisten, die macht da nämlich zu.


    Gruß Strahli

    Frisco-2.0

    Wie schon zuvor geschrieben, funktioniert ein Umbau auf 13S Nockenwelle "nur dann", wenn man den Ventilen auch den Freiraum für den längeren Ventilhub einräumt. Entweder man baut seinen 1300'er Motor auf 13S Kolben um, oder man lässt da einen Fachmann dran; ansonsten gibt es einen Motorschaden.


    Warum sollten die 70 PS unrealistisch sein?

    Der C13N hat bereits eine Verdichtung von 9,0:1 im Gegensatz zum 13N mit nur 8,2:1

    Mit Umbau auf 13S Nockenwelle, sofern die in den Kopf vom C13N passt, und der Kopfdichtung vom 13S, würde es mich nicht wundern, wenn auch der C13N auf eine Verdichtung von 9,2:1 käme. Dann bliebe nur noch der Faktor der kleineren Ventile ein Hemmnis, mechanisch betrachtet sind beide Motoren im Grundkonzept Zwillinge.

    Ich habe in den 90'er Jahren 90 PS aus dem 13S gekitzelt. Im Unterschied zum C13N, habe ich aber auf Doppelvergasertechnik gesetzt, da hier das Fenster für die Gemischdurchsatz einfacher zu beeinflussen ist und auch schnell durch einen Düsenaustausch erweitert werden kann. Das geht mit der Multec steuerungsbedingt nicht; man kann zwar mit der Drosselklappe und der Einspritzdüse spielen, aber der Gemischdurchsatz ist durch die Steuerung stets begrenzt und limitiert.

    Weshalb ich das Thema C14NZ und Multec nach 5 Jahren Spielerei auch nicht mehr weiter verfolgt habe und zum 13S zurück gekehrt bin.

    Frisco-2.0

    dazu kann ich nichts sagen, da ich mit dem C13N keine Erfahrungen habe und nicht weiß, ob dessen Kolben denen des 13S entsprechen. Ansonsten wird es auch bei diesem Motor einmal Krach geben.


    Bei passender Verdichtung, der C13N liegt hier bereits spürbar höher wie der 13N, und mechanischer Kompatibilität sollten jedoch werte im Bereich des 13SB erwartbar sein können.

    Nicht ganz, die Zylinderköpfe sind nicht höher, die Kolbenböden sind einfach anders geformt; die vom 13S Motor haben Ventiltaschen, um die 0,8 mm mehr Ventilhub aufnehmen zu können. Aber auch das funktioniert in Drehzahlgrenzbereichen und bei bereits geplanten 13S Zylinderköpfen nicht. Freilauf ist immer nur ein kann gut gehen, muss es aber nicht.

    Ich würde auch ohne Anpassungen der mechanischen Peripherie keinen 13S Kopf auf einem C14NZ verpflanzen. Das braucht einen Profi, der die Kolben, Ventile wie auch Nockenwelle in Einklang bringt, mit einem einfachem Teiletausch ist das nicht getan.


    Unterschiede zwischen 13N und 13S Motor


    Die 13N Nockenwelle hat 9 mm Hub, die vom 13S 9,8 mm.


    13N


    13S


    C14NZ

    Eine 13S Nockenwelle im C14NZ dreht sich ohne dem Austausch der Kolben kein einziges Mal; da es aufgrund des größeren Ventilhubes zu Überschneidungen bei der Ventilsteuerung mit den Kolbenböden kommt. Ein Motorschaden ist hier dann bereits vorprogrammiert.


    Hinweis, die Kolben vom 13S Motor passen nicht in den C14NZ; da müsstest Du schon auf 13N, 13NB, 13SB, 13SC, 13S, 13SH, C13N oder C13NZ (oder deren österreichische und schweizerische Pendants) umbauen. Diese Motoren besitzen sowohl den gleichen Kolbendurchmesser wie auch den gleichen Kolbenhub.

    Vielleicht ändert sich ja mit Mercosur etwas daran.

    Die Zollgebühren für Käufe auf der anderen Seite des Teiches sind aktuell schon heftig; ich warte gerade auf eine Lieferung von Teilen aus den USA, die hängt jetzt laut Sendungsverfolgung schon seit 4 Tagen in Philadelphia fest ||

    Mal sehen wie lange es noch braucht, bis sie in Frankfurt a.M. ankommt.


    Dirk400 dran bleiben, dann freust Du Dich hinterher um so mehr

    Hallo Dirk,


    sehr interessant, jetzt hast Du es mit Deiner letzten Information auf den Punkt gebracht.

    Nachstehenden Auszug zum OHV-Motor, habe ich dazu in einem meiner alten Opel Werkstatthandbücher von 1965, gefunden; ggf. ist ja hier der Hund begraben. Ich weiß leider nicht, ob der Kadett B Tank bereits eine technische Entlüftung besitzt.

    Ich würde aufgrund Deines Kerzenbildes dennoch prüfen, ob das Luft-Kraftstoffgemisch nicht zu fett ist.


    Eine G-Kat Nachrüstung ist H-Konform in Verbindung mit einem Serienmotor, wenn es hierfür ein Gutachten gibt.

    Ob das in Verbindung mit einem artfremden Motor klappt, wage ich zu bezweifeln.

    Die Eintragung des Motors wird heute schon schwierig, aber eine Einstufung in eine bessere Abgasnorm als der Euro1 wird ohne ein entsprechendes Gutachten unmöglich.

    Daran ändert auch die Vollabnahme nichts, auch da wird das Abgas Gutachten abverlangt.


    Ich habe schon zwei Vollabnahmen von ausländischen Fahrzeugen ohne vorliegende KBA-Zulassungsdaten hinter mir.

    Für die 12S, 13N, 13NB, 13S, 13SB und 16SH Motoren in Corsa A und Kadett C/ D/ E gibt es beim KBA jeweils Gutachten für die Einstufung in die Abgasnorm Euro1; diese ist somit also prinzipiell auch für eine Kadett D Karosserie eintragbar.

    Die entsprechenden Gutachten wurden damals in Zusammenarbeit von den Firmen Manzel GmbH & Co. Automobil KG und HJS Fahrzeugtechnik GmbH & Co. hier in Essen erstellt und dann beim KBA eingereicht.

    Die Schlüsselnummer für die G-Kat Umrüstung lautete "77" = schadstoffarm E2, was der Euro1 Norm entspricht.

    Diese Katalysatoren fielen in die HJS-R Serie, die KBA-Nr. lautet 0039578.

    z.B. HJS-R212 für die 12S Motoren in Kadett B/ C/ D/ E sowie Corsa A


    Diese geregelten Katalysatoren Nachrüstsätze hat Mantzel damals auch in gängigen Scene Zeitschriften wie z.B. der Flash zum Kauf angeboten.


    Mehr ist hier aus meiner Sicht, heute nach einem Motorenumbau, ohne ein entsprechendes neues Gutachten nicht erreichbar.

    da haben wir gleichzeitig versucht das Selbe zu beschrieben :thumbup:


    Die ungleichmäßige Kraftstoffverteilung in den Zylindern wird ja auch von der Fluidreibung im Ansaugtrakt und vom Gasaustausch im Zeitfenster der Ventilüberschneidung beeinflusst.

    Halt konstruktionsbedingt von der Geometrie der Strömungswege.