Beiträge von Strahli

    Wie schon gesagt, das mit dem Feuchtigkeitseintritt am zentralen Übergabestecker am Steuergerät ist vom Golf 2 her bekannt; dort ist der 2EE Vergaser von Pierburg auf dem 1600´er Motor mit dem Motorkennbuchstaben "PN" verbaut, von diesem her kenne ich den Vergaser.

    Sollte der Fehler bei allen Vergasern identisch sein, so tippe ich auf alle Fälle auf ein Problem mit dem Kabelbaum.


    Weißt Du wie man den Selbsttest der elektronischen Komponenten des Vergasers anstoßen kann?

    Ich kenne nur die Anleitung für die Vergaserversion vom Golf 2.

    Dein Problem kann mit einer Störung der Hauptdüsenabschaltung zu tun haben oder zu wenig Kraftstoffdruck in der Zulaufleitung.

    Prinzipiell können zwei Probleme zum Absterben des Motors führen, entweder läuft er unter Last zu mager, bei Bergauffahrt, oder er verschluckt sich aufgrund von zu viel Kraftstoff beim Abtouren, wenn Du vom Gas runter gehst. Dass solltest Du bei einer Deiner nächsten Ausfahrten testen; stirbt der Motor ab beim Gas geben oder wenn Du vom Gas gehst.


    Dann solltest Du als erstes die Fördermenge und den Kraftstoffdruck hinter der Kraftstoffpumpe überprüfen. Wenn die okay ist, wird es etwas schwieriger; siehe nachstehender Ti aus dem Pierburg Handbuch.


    Hier mal die Fehlersuchtabelle vom Vergaserhersteller Pierburg für deren 2EE Vergaser.

    Da der Fehler immer bei Erreichen des Endpunktes der Steigungsfahrt, sozusagen auf der Bergkuppe auftritt und alle drei Deiner Vergaser gleichermaßen betrifft, tippe ich auf einen Fehler im Kabelbaum oder Feuchtigkeit im Übergabestecker zwischen Kabelbaum und Steuergerät.

    Weshalb alle drei Vergaser zum Zeitpunkt des Fehlers entweder falsche Werte ans Steuergerät melden oder das Steuergerät seinerseits den Drosselklappenansteller fehlerhaft ansteuert.


    Frage, in welchem Drehzahlband tritt der Fehler auf, Teillastbetrieb oder nach Volllast im Übergangsbereich zum Schubbetrieb, wenn man kurz vor oder auf der Bergkuppe leicht vom Gas geht?


    ist möglich... aber langweilig und mit der falschen Getriebeübersetzung uninteressant.


    Hol Dir lieber direkt einen 13S Motor, dass wird günstiger; den gibt es gebraucht bereits für um die 200 Euronen mit allem drum und dran. Und wenn Du dann noch Geld über hast, dann rüste diesen auf 85 PS auf.

    Mit scharfer Nocke und Erhöhung der Verdichtung sind auch mehr drin, aber immer bedenken, die 1300´er Motoren sind zwar Drehorgeln aber keine Drehmomentwunder; Beschleunigung ja, hohe Geschwindigkeiten nein; bei falscher Getriebeübersetzung fehlt dem Motor die Kraft.


    Die Kröpfung der Kurbelwellen ist bei allen Serien OHC-Motoren mit 1,2 / 1,3 und 1,4 Litern Hubraum immer die Selbe, siehe den Daten zu den OPEL Nummern der Kurbelwellen: 6 14 051, -067, -074, -092, -097. Dagegen variieren nockenwellenseitig die Steuerzeiten und Öffnungsphasen zwischen den einzelnen Vergaser- und Einspritzmotoren, was zusammen mit der Form der Kolben entweder zu Bewegungsüberschneidungen zwischen Kolben und Ventilen führen kann oder wie im Falle des 13N und 13S den Umstand des Freilaufes eröffnet.

    Aber Achtung, dies ist nur für Motoren im Auslieferungszustand bedingt zutreffend, denn Materialabtrag durch Planen des Zylinderkopfes, wie auch hohe Drehzahlen zum Zeitpunktes des Versagens der Zahnriemensteuerung, können auch bei den Freiläufermotoren zu Bewegungsüberschneidungen zwischen Kolben und Ventilen führen.


    Dieser Dichtungssatz ist heute für beide 1300´er OHC Motoren zutreffend.

    Ich habe aber in Erinnerung, dass es anfänglich zwei verschiedenen Dichtungssätze gab; dafür müsste ich jedoch die alten Microfilme heraus kramen.


    Zylinderkopfdichtungssatz Kadett D 1.3
    Kadett E 1.3
    Ascona C 1.3
    Opel 1606681 / GM 90397809


    Korrektur: die Abgaskrümmer sind bei den deutschen 13N und 13S identisch.

    Die Abgaskrümmer vom 12S OHC und vom C13N weichen dagegen von dem der 13N und 13S Motoren ab.


    Abgaskrümmer Ascona B 1,3
    Ascona C 1,3 S
    Corsa A 1,3 S / 1,3 SB / 1,3 NB
    Kadett D 1.3 N/ S
    Manta 1,3
    Kadett E 1,3 N / 1,3 NB / 1,3 S
    Opel 850286 / GM 90108040


    Hier die Daten der Ventilsteuerung beim 13S Motor; die des 13N Motors habe ich nicht zur Hand.


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    Die "Novus Automotive GmbH" gab es damals noch nicht, die wurde erst 1998 gegründet. Somit wird es schwierig für Fahrzeuge vor Baujahr 1988 H-zulassungsfähige Gutachten von diesem Hersteller zu bekommen.


    Der 1,3S unterscheidet sich vom 1,3N in Sachen Verdichtung (13S Motor 9,2 zu 13N Motor 8,2) und Leistung (101 Nm zu 94 Nm). Die gesteigerte Leistung wird durch eine geänderte Verbrennungsraumgeometrie, sprich durch die Form der Kolbenböden und eine andere Zylinderkopfdichtung erreicht. Zudem besitzt der 13S eine andere Nockenwelle sowie andere Ventile, die durch geänderte Ventilsteuerzeiten und größeren Ventilhub im Zusammenspiel mit einem volumenmäßig größeren Saugrohr sowie einem abgasoptimierten Abgaskrümmer eine leistungsverbessernde Charakteristik in Sachen Kraftstoff-Luftgemischdurchsatz bewirken.

    Wenn man so für den angestrebten Leistungszuwachs mehr Gemischdurchsatz benötigt, dann ist es auch selbsterklärend, dass den 13S Motoren von Seiten der Gemischaufbereitung auch mehr Kraftstoff und Sauerstoff zur Verfügung gestellt werden müssen. Daher sind auch bauartbedingt andere Vergaser für den höheren Gemischdurchsatz zum Einsatz gekommen.

    Bei den 13S Motoren kamen baujahrabhängig anfangs Varajet Vergaser, später dann Pierburg 2E3 Vergaser zum Einsatz.

    Bei den 13N Motoren anfangs Solex 35 PDSI Vergaser und dem späteren 13NB dann Pierburg 1B1 Vergaser zum Einsatz.


    13S Kolben


    13N Kolben


    13S Motor - Varajet Vergaser mit zwei Drosselklappen, 1. Stufe 35 mm und 2. Stufe 46 mm Durchmesser


    13N Motor - Solex 35 PDSI Vergaser mit nur einer 35 mm Drosselklappe

    Der Unterboden schaut aus, als ob das Fahrzeug mit Trockeneis gestrahlt wurde; dann sehen die Unterböden immer so aus. Habe irgendwo noch Bilder von einem Golf 2, den wir gestrahlt haben, der sah danach genauso aus.

    Das was da so schön gelb leuchtet ist die partielle Wachsversiegelung ab Werk, die bei vielen Fahrzeugen dann mit einem schwarzen Unterbodenschutz zugemockt wurde; ohne U-Schutz sahen neue Fahrzeuge in den 80´er Jahren von unter so aus.

    Ich denke mit dem nachstehenden Bild ist es nicht einfacher zu erklären...